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Häufig gestellte Fragen
LIKEMIND leitet sich vom englischen Adjektiv „likeminded“ (auch: like-minded) ab und bedeutet „gleichgesinnt“. Gleichgesinnt steht nicht für gleiche Meinungen oder einheitliche Weltanschauungen. Gemeint ist nicht die inhaltliche Übereinstimmung, sondern eine ähnliche Haltung zum Denken. „LIKEMIND“ beschreibt Menschen, die bereit sind Fragen zu stellen, Informationen kritisch zu prüfen, unterschiedliche Perspektiven auszuhalten und Verantwortung für das eigene Denken zu übernehmen. Was diese Menschen verbindet, ist nicht das Ergebnis ihres Denkens, sondern die Art und Weise, wie sie denken.
Seit etwa 2020 haben sich gesellschaftliche Debatten stark polarisiert. Viele Menschen berichten, dass bereits moderate Abweichungen vom dominanten Meinungsrahmen zu sozialen Sanktionen geführt haben – im privaten wie im beruflichen Umfeld.
Der Verein reagiert auf diese Entwicklung, nicht um Inhalte festzuschreiben, sondern um den sozialen Schaden zu adressieren, der durch Ausgrenzung und Gesprächsabbruch entstanden ist.
Nein. Der Verein legt sich inhaltlich nicht auf einzelne Positionen fest.
Im Fokus steht nicht die „richtige Meinung“, sondern das Recht auf abweichende Meinungen, Zweifel und kritische Fragen – ohne soziale Abwertung.
Corona? Nein, wir wissen nicht, wie es wirklich war! Wir sind auch nicht hier, weil wir „Recht haben“ wollen, sondern weil wir sozial unterversorgt sind. Der Verein ist kein Themenverein und keine politische Bewegung. Corona wird als Beispiel für gesellschaftliche Dynamiken genutzt – insbesondere für Ausgrenzung, Polarisierung und Diskursverengung. Diese Muster finden sich jedoch auch bei anderen Themen wieder.
Online-Räume ermöglichen Austausch, bleiben aber oft anonym, fragmentiert und konfliktgeladen. Psychologisch und sozial sind reale Begegnungen, Gespräche von Angesicht zu Angesicht und gemeinsame Rituale (z. B. Kaffee trinken) nicht ersetzbar. Der Verein schafft bewusst einen analogen Raum, um die gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre zu adressieren. Mittels zwischenmenschlicher Bindungen kann Vereinsamung entgegengewirkt werden.
Der Verein versteht sich als sozialer Reparaturraum:
• für beschädigte Beziehungen
• für verlorenes Vertrauen
• für abgebrochene Gespräche
Langfristig soll er zeigen, dass abweichende Meinungen kein Ausschlusskriterium für gesellschaftliche Zugehörigkeit sind.
Du musst kein Mitglied sein, um an unseren informellen Vereinstreffen teilzunehmen. Du kannst jederzeit gerne als Besucher*in vorbeikommen. Eine spätere Mitgliedschaft ist ebenfalls keine Voraussetzung. Ob du Mitglied werden möchtest oder lieber gelegentlich als Gast teilnimmst, entscheidest ganz allein du. Natürlich freuen wir uns über jede Mitgliedschaft, die unseren gemeinsamen Zweck unterstützt. Mitglieder profitieren zudem von besonderen Vorteilen bei ausgewählten Veranstaltungen (z. B. moderierte Gesprächsrunden zu verschiedenen Themen mit besonderen Gästen).
Ganz im Gegenteil. Hier begegnen sich intelligente, reflektierte Menschen, die den Mut haben zu hinterfragen – ohne Angst vor sozialem Druck. Denke, zweifle, widerspreche – ohne etikettiert zu werden. Niemand ist allwissend! Irrtümer sind Teil eines Erkenntnisprozesses. Bildung endet nicht mit einem Abschluss – sie ist ein lebenslanger Weg, und genau deshalb braucht es Gemeinschaft: um einander herauszufordern, zu widersprechen und manchmal auch, um einander neu auszurichten.
Kritisches Denken wird gesellschaftlich häufig mit Staatsskepsis oder Staatskritik gleichgesetzt. Diese Verknüpfung ist jedoch eine oberflächliche und etikettierende Definition, die dem Begriff nicht gerecht wird.
Im Kern bedeutet kritisches Denken, dass ein Individuum sein Weltbild auf selbst formulierte Fragen aufbaut – und auf kritisch bewertete Antworten darauf. Entscheidend ist dabei nicht die Lautstärke, Popularität oder moralische Aufladung von Informationen, sondern deren nachvollziehbare Begründung.
Kritisches Denken heißt nicht, gegen Institutionen, Mehrheiten oder wissenschaftliche Konsense zu sein. Es bedeutet vielmehr, sich nicht ausschließlich auf fremde Deutungen, Informationsströme oder Mehrheitsmeinungen zu verlassen, sondern diese reflektiert einzuordnen.
Die daraus entstehenden Entscheidungen, Haltungen und Denkweisen betreffen in erster Linie das Individuum selbst. Kritisches Denken ist kein kollektives Projekt und keine politische Agenda, sondern eine persönliche Haltung: die Bereitschaft, Verantwortung für das eigene Denken zu übernehmen – inklusive der Möglichkeit, sich zu irren.
Ja, aber nicht ein konfliktfreier Raum. Der Verein ist ein sanktionsfreier Raum, kein widerspruchsfreier. Menschen werden geschützt, nicht jede Aussage. Argumente dürfen – und sollen – kritisch hinterfragt werden, respektvoll und ohne moralische Etikettierung.
Nein. Der Verein is keine „Alles-ist-gleich-wahr“-Zone. Es geht darum, wie Wissen entsteht, wo Konsense sinnvoll sind und wo ihre Grenzen liegen. Kritik, Widerspruch und Einordnung sind Teil des Konzepts – aber ohne soziale Ausgrenzung.
Echokammern bestätigen Meinungen. Der Verein fördert Dialogfähigkeit, Irrtumsbereitschaft und intellektuelle Demut. Ziel ist nicht Bestätigung der Meinung, sondern Reintegration in den gesellschaftlichen Diskurs.
Menschen, die:
• kritisch denken, hinterfragen und gerne auch mal über den Tellerrand hinausschauen wollen
• erlebt haben, dass gesunder Zweifel oder abweichende Meinungen sanktioniert werden
• sich aus sozialen oder öffentlichen Räumen zurückgezogen haben
• reale Gemeinschaft mit gleichgesinnten suchen
Der Verein ist offen, aber nicht neutral.
Er ist öffentlich zugänglich, bezieht aber klar Haltung: Minderheitspositionen verdienen Schutz und Raum. Neutralität ist keine Voraussetzung für Öffentlichkeit.
Neugier, Skepsis, kritisches Denken, Offenheit für kontroverse Themen, Fairness, intellektueller Demut, Menschenliebe, Authentizität
Absolutheitsansprüche (egal von welcher Seite), Hochmut, Allwissenheit, Dünkel, Leichtgläubigkeit
Regelmäßige informelle Treffen von Vereinsmitgliedern und Besuchern. Sitze bei einem gemütlichen Kaffee und unterhalte dich mit Gleichgesinnten. Gehe davon aus, dass alle Menschen, die unsere Einrichtung nutzen, die Ziele des Vereins vertreten. Gelegentlich wird es moderierte Gesprächsrunden, Vorträge und Lesungen zu bestimmten Themen geben.
Knüpfe neue Freundschaften, baue berufliche Kontakte auf und – warum nicht – begegne sogar deinem zukünftigen Lebenspartner ;) Wenn du aufgrund deiner Meinung ausgegrenzt wurdest, und dadurch Freunde und wertvolle Beziehungen verloren hast, findest du hier neuen Anschluss.
Im beruflichen oder privaten Umfeld kann es vorkommen, dass abweichende (alternative) Ansichten auf Unverständnis oder Spott stoßen. Wir möchten einen Gegenpol dazu bieten: einen offenen Begegnungsort, an dem Vielfalt der Meinungen nicht trennt, sondern bereichert.
Bei uns musst du dich nicht verstellen. Sag, was du denkst: offen, ehrlich, ungeschönt. Denn freies Denken bedeutet, auch das Selbstverständliche zu hinterfragen. Sogar das, was als „wissenschaftlich gesichert“ gilt. Genau diese Freiheit macht echte Gemeinschaft aus. Meinungsfreiheit darf keine Einbahnstraße sein.
Genau für Menschen wie dich ist LIKEMIND entstanden. Du kannst davon ausgehen, hier viele Menschen zu treffen, die sich für solche Themen interessieren – seien es die Mondlandungen, die Epstein Files, Chemtrails, „Flat Earth“, Naturmedizin & Pflege, Homesteading, und vieles mehr
Du bist trotzdem willkommen! :)
Die meisten Menschen wollen eigentlich nicht die Wahrheit. Sie wollen einfach nur recht haben. Und wenn die Wahrheit dem Rechthaben im Weg steht, passiert etwas Merkwürdiges – ihr Verstand macht dicht. Laut dem Philosophen Chris Ranalli sollten wir diesen Zustand als Indoktrination bezeichnen. I(http://bezeichnen.In)n seinem Werk zur Sozialepistemologie argumentiert Ranalli, dass es bei Indoktrination nicht nur darum geht, was man glaubt, sondern wie dieser Glaube vom Rest der Welt abgeschottet wird. Es ist ein psychologischer Käfig, dessen Tür nach innen und außen verriegelt bleibt. Ranalli weist darauf hin, dass Indoktrination so funktioniert, dass sie mögliche Gegenbeweise im Voraus zurückweist. Wenn also jemand eine gegenteilige Meinung äußert, wird diese nicht als Grund gesehen, die eigene Ansicht zu hinterfragen und zu überdenken. Stattdessen ist man darauf trainiert, sie als Glaubensprüfung oder als Propaganda eines Feindes zu betrachten. Die indoktrinierte Person ist dabei nicht unbedingt weniger intelligent als andere, sondern sie befindet sich gewissermaßen ständig im Kriegszustand und hat gelernt, Zweifel als Gefahr wahrzunehmen. Wie Ranalli es formuliert, verfügt Indoktrination über eine Art Abwehrmechanismus, bei dem jede gegenteilige Ansicht als irrational oder sogar unmoralisch wahrgenommen wird.
Ranalli argumentiert, dass der Weg, Indoktrination aufzulösen, nicht darin besteht, jemanden frontal herauszufordern oder seine verriegelte Festung zu belagern, sondern darin, einen Ausweg anzubieten. Wir müssen der indoktrinierten Person genügend Sicherheit und Geborgenheit vermitteln, damit sie es wagt zu zweifeln – denn Zweifeln macht einen verletzlich. Zweifeln macht Angst. Wir müssen einen Raum schaffen, in dem Zweifel als etwas Zulässiges und Legitimes angesehen wird.
Ja, grundsätzlich freuen wir uns über inhaltliche Beiträge. Sprich uns gerne vor Ort an oder sende uns eine E-Mail mit einer kurzen Vorstellung deines Themas.
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