
ÜBER UNS
Der Verein LIKEMIND ist ein sozialer Begegnungsraum für Gleichgesinnte. Er bringt Menschen zusammen, die aufgrund ihrer Weltanschauung, Meinung oder gesellschaftlichen Position soziale Ausgrenzung, Isolation oder Benachteiligung erfahren. Im Mittelpunkt stehen reale Begegnungen, gegründet auf Meinungsvielfalt und soziale Teilhabe – jenseits moralischer Zuschreibungen oder politischer Lager.
LIKEMIND steht für "gleichgesinnnt". Gleichgesinnt bedeutet nicht gleiche Meinungen oder einheitliche Weltanschauungen. Gemeint ist nicht die inhaltliche Übereinstimmung, sondern eine ähnliche Haltung zum Denken. LIKEMIND beschreibt Menschen, die bereit sind Fragen zu stellen, Informationen kritisch zu prüfen, unterschiedliche Perspektiven auszuhalten und Verantwortung für das eigene Denken zu übernehmen. Was uns verbindet, ist nicht das Ergebnis unseres Denkens, sondern die Art und Weise, wie wir denken.

Warum ist LIKEMIND entstanden?
Ein Symptom sozialer Ausgrenzung: Das Internet als Zufluchtsort
Ob Corona, der Ukraine-Krieg, die Migrationspolitik, Feminismus, alternative Medizin, Wettermanipulation oder genmanipulierte Lebensmittel: all diese Themen - und viele andere - gelten in der Öffentlichkeit vielfach als tabu. Wer unbequeme Fragen stellt oder alternative Sichtweisen äußert, spürt rasch gesellschaftlichen Druck. Die Folge: das Netz wird zu einem Zufluchtsort für freie Gedanken. Dort entstehen zunehmend Communities, in denen sich Menschen austauschen. Dabei spielt die Möglichkeit zur anonymen Meinungsäußerung eine zentrale Rolle, denn: freie Meinungsäußerung ist ein fundamentales psychisch-soziales Bedürfnis und ein Grundrecht moderner Gesellschaften – eng verbunden mit Würde, Identität und Teilhabe. Psychologen sehen Ausdrucksmöglichkeiten als wichtiges Grundbedürfnis für mentale Gesundheit. Wer seine Meinung nicht frei äußern darf, kann seine Identität, Überzeugungen oder Zugehörigkeit nicht frei formen und ausdrücken. Unterdrückung von Ausdruck führt oft zu innerem Stress, sozialer Isolation und dem Gefühl von Perspektivlosigkeit.
Doch so intensiv der Austausch im Internet genutzt wird: Eine Online-Community bleibt nur eine Pseudo-Lösung. Persönliche Begegnungen, reale Gespräche und gemeinsame Aktivitäten in der physischen Welt sind durch nichts zu ersetzen. Mit Gleichgesinnten unterhält man sich doch lieber bei einem Kaffee - im realen Leben. Genau hier setzt der Verein an: Hier entsteht ein physischer Ort, der Raum schafft: für Meinungen und Perspektiven, die nicht sofort moralisch bewertet werden, für soziale Zugehörigkeit, ohne sich erklären zu müssen. Der Verein reagiert auf die gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre, nicht um Inhalte festzuschreiben, sondern um den sozialen Schaden zu adressieren, der durch Ausgrenzung und Gesprächsabbruch entstanden ist.

Die Welt hat sich verändert
Seit den Ereignissen der letzten Jahre – insbesondere seit dem Jahr 2020, haben Meinungsunterschiede in der Gesellschaft eine neue Tiefe und Schärfe erreicht. Nehmen wir beispielsweise den Begriff „Corona“ her, merkt man, dass dieses Thema – heute noch - schnell Gespräche kippen lässt, selbst im Freundes- oder Familienkreis.
Ohne sich inhaltlich auf eine bestimmte Corona-Position festzulegen, konnte man folgende Entwicklungen beobachten:
Während der Pandemie entstand faktisch ein enger Meinungskorridor. Wer außerhalb lag – selbst minimal kritisch oder differenziert – riskierte soziale Nachteile: im Job, im Freundeskreis, im öffentlichen Diskurs. Viele Menschen, die Maßnahmen oder das mediale Framing kritisch sahen, haben weniger Widerspruch auf Sachebene erlebt, sondern eher Etikettierungen („Schwurbler“, „Leugner“, „Volksverräter“). Das wirkte ausgrenzend, weil es gar nicht mehr um Argumente ging, sondern um normative Zugehörigkeit. Kritik wurde plötzlich nicht mehr als legitimer Teil einer offenen Gesellschaft gesehen, sondern als moralisches Problem.
Abweichende Meinungen führten nicht nur zu sozialen Sanktionen, sondern hatten tiefgreifende Auswirkungen auf persönliche Beziehungen: Freundschaften zerbrachen, familiäre Bindungen wurden belastet, selbst Partnerschaften und Ehen gerieten ins Wanken oder endeten sogar. Diese Polarisierung hatte zudem langfristige Folgen. Viele Menschen zogen sich in die Isolation zurück, da sie sich nicht nur kritisiert, sondern gesellschaftlich „markiert“ fühlten.
Vielleicht ist genau das einer der Gründe, warum das Thema bis heute nicht „abgehakt“ ist: Es geht vielleicht weniger um Corona selbst, und darum wer Recht hat, sondern eher um Respekt und das Recht auf abweichende Meinungen.

Zweck des Vereins ist die Förderung von Begegnung, Dialog, sozialer Zugehörigkeit, Reintegration und Inklusion von Menschen, die aufgrund ihrer Weltanschauung, Meinung oder gesellschaftlichen Position Ausgrenzung, Isolation oder Benachteiligung erfahren.
Der Verein versteht sich als geschützter sozialer Raum, in dem freier, respektvoller und kritischer Austausch möglich ist, ohne dass Personen aufgrund ihrer Meinung abgewertet, etikettiert oder ausgeschlossen werden.
